Wer Angst hat kann kaum mehr einen klaren Gedanken fassen, planvoll handeln oder Strategien umsetzen. Eine situationsangemessene Anpassung der Aufmerksamkeit ist erschwert. So wie das Herz rast, so rasen meist auch die Gedanken...

Sie besitzen bereits den Führerschein und sind schon lange kein Auto mehr gefahren?  In der Fahrschule Orlob erhalten Sie die Möglichkeit durch ein individuelles Fahrtrainingsprogramm und persönliches Einzel-Coaching Ihre Fahrangst zu reduzieren. 

Wer den Führerschein macht und Angst beim Autofahren hat, der tut sich schwer mit dem Lernen. Man sagt zwar, dass Angst Energie freisetzt und somit die Leistungsfähigkeit steigern kann, allerdings ist dieser mögliche Nutzen der Angst abhängig von der Komplexität der Aufgabe, die zu bewältigen ist. Je komplexer die Aufgabe, umso hinderlicher ist Angst. Autofahren ist eine komplexe Aufgabe.

Der Tag der Prüfung naht, die Angst vor der Prüfung steigt. Viele Faktoren bestimmen das Ausmaß der Prüfungsangst, besonders die Angst vor der praktischen Fahrprüfung. Angst oder zumindest ein flaues Gefühl der Unsicherheit vor der Prüfung ist normal. Es ist ein Zeichen, dass sich unser Körper auf die Anforderungen der Prüfungs-/ Leistungssituation vorbereitet. Angst verändert Atmung, Muskelanspannung, Herzfrequenz, Blutdruck, Zusammensetzung des Blutes… so ziemlich alles kann bei Angst betroffen sein. Bei jeder Prüfung besteht prinzipiell die Gefahr des Scheiterns, bzw. des Nichtbestehens.

Wer Angst hat kann kaum mehr einen klaren Gedanken fassen, planvoll handeln oder Strategien umsetzen. Eine situationsangemessene Anpassung der Aufmerksamkeit ist erschwert. So wie das Herz rast, so rasen meist auch die Gedanken...

Eine Angstreaktion besteht im Allgemeinen aus

  1. einer vegetativen Reaktion (Ausschüttung von Stresshormonen), 

  2. einer emotionalen Reaktion (subjektives Gefühl der Bedrohung),

  3. einer kognitiven Reaktion (Gedanken wie: "Hilfe, ich bin in Gefahr! Schnell weg von hier!")

  4. einer motorischen Reaktion (muskuläre Anspannung und körperliche Erregung "Auf dem Sprung sein").

Die Angst vor dem Autofahren wird auch als Amaxophobie bezeichnet. Sie wird wie viele anderen spezifischen bzw. isolierten Phobien (Spinnenphobie, Angst vor Blut, etc.) im Diagnosesystem der Weltgesundheitsorganisation WHO (ICD-10) mit F 40.2 kodiert und bildet eine Untergruppe der neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen. Eine differentialdiagnostische Abgrenzung zu anderen phobischen Störungen wie der Agoraphobie oder anderen Angststörungen wie einer Panikstörung bzw. einer generalisierten Angststörung ist oft sehr schwierig.

Professionelle Hilfe bei Angst: Das Verhalten des Menschen ist sehr komplex und vielschichtig - gleiches gilt für Entstehung und Umgang mit dem Phänomen "Angst". Im Folgenden soll ein kurzer Überblick gegeben werden, wie Menschen, die durch Ängste in ihrem Verhalten stark eingeschränkt sind, geholfen werden kann. Die verschiedenen Therapie- und Denkschulen fokussieren jeweils unterschiedliche Aspekte des Phänomens Angst und tragen gemeinsam dazu bei, "Angst" besser verstehen, behandeln oder ertragen zu können. So betrachtet die kognitive Verhaltenstherapie besonders erlernte Reiz-Reaktionsmuster sowie dysfunktionale Denkmuster, die die Angst aufrechterhalten und meist noch verstärken.