Prüfungsangst

Der Tag der Prüfung naht, die Angst vor der Prüfung steigt. Viele Faktoren bestimmen das Ausmaß der Prüfungsangst, besonders die Angst vor der praktischen Fahrprüfung. Angst oder zumindest ein flaues Gefühl der Unsicherheit vor der Prüfung ist normal. Es ist ein Zeichen, dass sich unser Körper auf die Anforderungen der Prüfungs-/ Leistungssituation vorbereitet. Angst verändert Atmung, Muskelanspannung, Herzfrequenz, Blutdruck, Zusammensetzung des Blutes… so ziemlich alles kann bei Angst betroffen sein. Bei jeder Prüfung besteht prinzipiell die Gefahr des Scheiterns, bzw. des Nichtbestehens.

Diesem Risiko ist jeder, der in eine Prüfung geht, ausgesetzt. Man wird beobachtet. Das eigene Schicksal liegt in den Händen oder besser gesagt unterliegt der Beurteilung eines Fremden.

Jeder wird zwar in einer solchen Situation versuchen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, aber kontrollieren kann man diese Situation nicht. Darüber hinaus ist es eine ungewohnte, neue Situation. Es besteht in einer Prüfungssituation ein Machtgefälle zwischen Prüfer und Prüfling – dies sind alles Faktoren, die dazu beitragen, dass man sich nicht ganz so entspannt fühlen mag.

Neben diesen Faktoren, denen sich jeder ausgesetzt sieht, der geprüft wird, gibt es aber auch Faktoren, die individuell unterschiedlich ausgeprägt sind. So ist anzunehmen, dass Menschen, die generell eher ängstlich sind, auch im Vorfeld einer Prüfung stärker mit Prüfungsangst reagieren werden. Auch werden Prüflinge, die schon in zurückliegenden Prüfungen negative Erfahrungen mit dem eigenen Leistungsvermögen, dem Prüfer, der Prüfungssituation oder dem Prüfergebnis gesammelt haben stärker von dieser Angst betroffen sein. Und jeder, der sich nicht richtig auf eine Prüfung vorbereitet hat, hat guten Grund, Angst vor der Prüfung zu haben. Man muss hier jedoch von Wahrscheinlichkeiten sprechen, denn es kann auch ganz anders kommen.

Neben einer guten Vorbereitung auf eine Prüfung, ausgewogener Ernährung und genügend Bewegung, gilt es aber einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht noch zusätzlich in diese unangenehme Situation „hineinzusteigern“. Manch einer schwört auf Entspannungsübungen (Atemübungen, Muskelentspannung, autogenes Training, u.a.). Jedoch ist hierbei anzumerken, dass dieser Aufwand (Entspannungsübungen extra wegen der Prüfung) dieser Prüfungssituation wieder einen besonderen Stellenwert beimisst, der seinerseits wieder die Prüfungsangst steigern kann.

Gelassenheit hilft, die Tage und Stunden vor der Prüfung halbwegs gut zu überstehen. Dabei hilft es auch, sich einfach nur etwas abzulenken und nicht die ganze Zeit an die Prüfung zu denken. Denn eigentlich ist es ganz einfach, sie müssen einfach nur aufmerksam sein und auf ihre Umwelt (Ampeln, Fußgänger, Pkw) angemessen reagieren.