Hilfe bei Angst

Professionelle Hilfe bei Angst: Das Verhalten des Menschen ist sehr komplex und vielschichtig - gleiches gilt für Entstehung und Umgang mit dem Phänomen "Angst". Im Folgenden soll ein kurzer Überblick gegeben werden, wie Menschen, die durch Ängste in ihrem Verhalten stark eingeschränkt sind, geholfen werden kann. Die verschiedenen Therapie- und Denkschulen fokussieren jeweils unterschiedliche Aspekte des Phänomens Angst und tragen gemeinsam dazu bei, "Angst" besser verstehen, behandeln oder ertragen zu können. So betrachtet die kognitive Verhaltenstherapie besonders erlernte Reiz-Reaktionsmuster sowie dysfunktionale Denkmuster, die die Angst aufrechterhalten und meist noch verstärken.

Aus Sicht der systemischen (Familien-) Therapie wird besonders der positiven, nützlichen Funktion eines Verhaltens wertschätzende Beachtung geschenkt - die Angst wird als eine nützliche Kraftquelle gesehen, die jedoch langfristig zum Leiden des betroffenen Menschen führt.  Auch weniger bekannte Therapie-Schulen wie z.B. die Gestalttherapie sind für die Behandlung von Menschen mit Ängsten geeignet. Bestandteile einer Behandlung von Menschen mit Ängsten sind daher:

Hilfe bei Angst aus Sicht der Verhaltenstherapie: Veränderung der Selbstwahrnehmung in Bezug auf das Angstgeschehen, die bessere Wahrnehmung sowie Veränderung der individuellen Vermeidungsstrategien, das Erlernen und Anwenden von Entspannungstechniken und das Erlernenen der Fähigkeit, die eigene Angst besser ertragen zu können, ohne sofort die angstbesetzte Sitiuation verlassen zu müssen.

Aus Sicht der systemischen (Familien-) Therapie: Analyse der Situation des "Indexpatienten", die Funktion (der Nutzen) der Angst für die Stabilisierung des Systems, paradoxe Interventionen (Symptomverschreibungen).

Die Gestaltherapie betrachtet die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle. Durch Aufnahme einer "symbolischen Interaktion" mit den abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen sowie deren Integration soll eine vollständige Gestalt wiederhergestellt werden.